In einem normalen vollen Zimmer wird man meist nicht müde, weil der Sauerstoff plötzlich gefährlich knapp ist. Menschen atmen Kohlendioxid aus, und dessen Konzentration zeigt an, wie viel bereits ausgeatmete Luft sich ansammelt. Gleichzeitig steigen Wärme, Feuchtigkeit, Gerüche und andere Stoffe.
CO2 als Ampel, nicht als alleiniger Täter
Ein hoher Wert signalisiert zu wenig Frischluft im Verhältnis zur Belegung. Studien untersuchen auch direkte kognitive Effekte, doch reale Beschwerden lassen sich nicht immer einem einzigen Stoff zuschreiben.
Warum die Nase kein Messgerät ist
Geruchsgewöhnung kann schlechte Luft subjektiv verschwinden lassen. Ein CO2-Messgerät kann beim Lüftungsrhythmus helfen, muss aber korrekt platziert und verstanden werden. Es misst weder Viren noch alle Schadstoffe.
Praktisch lüften
Mehrmals kurz und weit öffnen, gegenüberliegende Fenster nutzen und Belegung berücksichtigen. Dauerhaft gekippte Fenster sind je nach Wetter weniger effizient und können Bauteile auskühlen.
Der eigentliche Aha-Moment
Das Gefühl „hier ist kein Sauerstoff mehr“ beschreibt oft etwas anderes: Der Raum enthält zu viel von dem, was seine Bewohner hineingeatmet und hineingebracht haben.