Kaffee trocknet den Körper bei üblichen Mengen nicht automatisch aus. Er besteht überwiegend aus Wasser und kann nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zur Flüssigkeitsbilanz gerechnet werden. Koffein kann die Harnausscheidung beeinflussen, doch daraus folgt nicht, dass jede Tasse ein Flüssigkeitsminus erzeugt.
Warum der Mythos plausibel klingt
Nach Kaffee müssen manche Menschen häufiger zur Toilette. Das sichtbare Ergebnis wird leicht mit einer negativen Gesamtbilanz verwechselt. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Ausscheidung, sondern auch das Wasser, das mit dem Getränk aufgenommen wurde.
Die praktische Grenze
Wasser bleibt der beste Durstlöscher. Kaffee kann Schlaf, Herzklopfen, Magen oder Unruhe beeinflussen; Schwangere und empfindliche Personen brauchen besondere Grenzen. Zucker, Sirup und Sahne verändern zudem die ernährungsphysiologische Bilanz.
Was im Alltag funktioniert
Kaffee bewusst genießen, Durst nicht ausschließlich mit Koffein beantworten und am späten Tag die eigene Schlafreaktion beobachten. Bei Hitze, Sport, Fieber oder Durchfall steigt der Flüssigkeitsbedarf.
Die Pointe
Die Tasse Kaffee ist weder ein heimlicher Wasserdieb noch automatisch ein Gesundheitsgetränk. Sie kann gleichzeitig Flüssigkeit liefern und durch ihr Koffein Grenzen setzen.