Wäsche kann bei Minusgraden zunächst steif frieren und später trotzdem trockener werden. Ein Teil des Eises geht direkt in Wasserdampf über – ohne vorher als Flüssigkeit sichtbar zu werden. Dieser Übergang heißt Sublimation.
Warum Kälte Trocknung nicht vollständig stoppt
Auch Eis besitzt einen Dampfdruck. Wassermoleküle können die Oberfläche verlassen. Ist die Umgebungsluft trocken und wird der Dampf durch Wind abtransportiert, bleibt ein Konzentrationsgefälle erhalten.
Warum es lange dauern kann
Kälte liefert weniger Energie, hohe Luftfeuchte bremst, und dicke Textilien halten Wasser im Inneren. Sonnige, trockene Winterluft kann günstiger sein als feuchte, windstille Kälte.
Praktische Grenzen
Gefrorene Textilien nicht gewaltsam falten; Fasern und Befestigungen können belastet werden. Nach dem Hereinholen vollständig austrocknen lassen. Innenräume gut lüften, wenn Restfeuchte verdunstet.
Der Phasenwechsel vor der Haustür
Wir denken oft nur an Eis, Wasser und Dampf als Stufen einer Treppe. In Wirklichkeit besitzt Wasser eine Seitentür: Ein Hemd kann trocken werden, obwohl es nie sichtbar taut.